Nachrichten entstehen nicht von selbst

Lokalredakteurin gibt Schülern des Rottmayr-Gymnasiums in Laufen Einblicke in ihren Beruf

 Laufen. Wie entsteht eigentlich eine Zeitung? Wer entscheidet, welche Themen auf die Titelseite kommen? Und wie sieht der Arbeitsalltag einer Lokaljournalistin aus? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Antonia Hauser von der Passauer Neuen Presse bei ihrem Besuch am Rottmayr-Gymnasium. Sie gewährte den Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in die Welt des Journalismus.

„Es geht um Menschen und Geschichten vor Ort“

Zu Beginn stellte Hauser die Mediengruppe Bayern vor. Mit 37 Tageszeitungen und 19 Anzeigenblättern zählt sie zu den größten Herausgebern von Regionalzeitungen in Deutschland. Täglich erreichen die Publikationen der Mediengruppe rund 855.000 Leserinnen und Leser in Bayern. Zum Verbund gehören unter anderem die Passauer Neue Presse, der Donaukurier und die Mittelbayerische Zeitung. Auch die regionalen Heimatzeitungen im Berchtesgadener Land – das Reichenhaller Tagblatt, der Freilassinger Anzeiger und die Südostbayerische Rundschau – sind Teil dieser Mediengruppe. Anschließend nahm die Journalistin die Schülerinnen und Schüler mit in ihren Berufsalltag. Als Lokalredakteurin berichtet sie über ganz unterschiedliche Themen – von Lokalpolitik und Vereinsleben über Gerichtsverhandlungen und Polizeieinsätze bis hin zu Veranstaltungen und Porträts. „Im Lokaljournalismus geht es vor allem darum, die Menschen und ihre Geschichten vor Ort sichtbar zu machen“, erklärte Hauser. Neben dem Schreiben von Artikeln gehören auch Recherche, Redigieren, Seitenplanung, Leseranfragen und die Betreuung der Online-Ausgabe zu ihren Aufgaben.

Jeder Arbeitstag im Journalismus ist anders

Einen typischen Arbeitstag gebe es im Journalismus kaum, berichtete Hauser. Nach der Themenplanung am Morgen folgen Recherchen, Interviews, Termine vor Ort und das Schreiben der Beiträge. Im Berchtesgadener Land liegt der Redaktionsschluss gegen 17.40 Uhr – häufig stehen danach noch weitere Termine an. „Man muss flexibel sein und sich jeden Tag auf neue Situationen einstellen können“, so die Journalistin. Hauser machte deutlich, dass der Journalismus trotz Zeitdruck und enger Deadlines ein abwechslungsreicher und kreativer Beruf ist. „Neugier ist eine der wichtigsten Eigenschaften einer Journalistin oder eines Journalisten“, betonte sie. Wichtig seien außerdem Freude an Sprache, Interesse an Menschen, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit. Zum Abschluss gab Antonia Hauser praktische Tipps für das Schreiben eines guten Zeitungsberichts. „Die wichtigsten Informationen gehören immer an den Anfang“, erklärte sie und verwies auf die W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Außerdem sollten Quellen genannt, verständliche Sätze verwendet und Aussagen mit Zitaten belegt werden. Floskeln und unnötig komplizierte Formulierungen hätten außerdem in einem guten Artikel nichts verloren. − red

Zeitungsartikel

 

Aus dem Schulleben

Weitere Beiträge

2023-2024DeutschFranzösisch

22.01.24: Deutsch-französischer Tag

Weitere Beiträge