Eine Woche voller neuer Eindrücke, intensiver Begegnungen und gelebter europäischer Zusammenarbeit liegt hinter zehn Schüler:innen der 11. Klassen des Rottmayr Gymnasiums, die im Rahmen eines Erasmus-Projekts an einem Schüleraustausch in Finnland teilgenommen haben. Gemeinsam mit den Partnerschulen aus dem finnischen Haapajärvi und dem belgischen St. Niklaas stand das siebentägige Treffen unter dem Motto „Climate Change High and Low“ – ein Projekt, das den Klimawandel aus der Perspektive dreier sehr unterschiedlicher Regionen Europas beleuchtete.
Die zweitägige Anreise nach Finnland erfolgte per Flug samt anschließender Zugfahrt und war für viele bereits ein erstes kleines Abenteuer. Vor Ort erwartete die Schüler:innen ein abwechslungsreiches Programm, das Arbeit am Projektthema, kulturellen Austausch und gemeinsames Erleben miteinander verband. In internationalen Gruppen arbeiteten die Jugendlichen an Projekten zum Klimawandel und untersuchten, wie sich dieser konkret in Finnland, Belgien und der Heimatregion bemerkbar macht, verglichen aber etwa auch den ökologischen Fußabdruck ihrer jeweiligen Reisen und veröffentlichten ihre Ergebnisse auf einer gemeinsamen Website. Der Schulbesuch in Haapajärvi bot zudem spannende Einblicke in das finnische Bildungssystem, inklusive des kostenlosen Schulessens. Auch auf Exkursionen zu einem lokalen Biogasanlagenprojekt sowie Tracegrow, einer jungen Firma, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft aus alten Batterien Dünger herstellt, vertieften die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen.
Neben der Projektarbeit kam auch das Erleben der Landeskultur nicht zu kurz: Von Langlaufen über Schlittenfahren und Eislaufen wurden typische Wintersportarten ausprobiert, in einem Tanzkurs wurden landestypische Tänze erlernt, und beim Kochen von Lettu (der finnischen Variante von Pancakes) wurde viel gelacht und gesungen. Ein besonderes Highlight war für viele der Saunabesuch – in Finnland ein fester Bestandteil des Alltags und der Kultur, haben selbst kleinere Mietwohnungen in der Regel ihre eigene.
Viel zu schnell verging die Woche, in der aus anfänglicher Neugier echte Freundschaften entstanden. Der Abschied fiel allen entsprechend schwer: Mit Tränen in den Augen lagen sich Schülerinnen und Schüler aus drei Ländern in den Armen. Für eine Teilnehmerin ist das Abenteuer jedoch noch nicht ganz vorbei – sie bleibt für weitere zwei Wochen vor Ort und vertieft den Austausch.
Der Schüleraustausch zeigte eindrucksvoll, wie wichtig internationale Begegnungen sind: für gegenseitiges Verständnis, gemeinsames Lernen – und für ein Europa, das zusammenwächst, um gemeinsam der Klimakrise zu begegnen.


