Langzeitaufenthalt Lucia, Rebecca – Norwegen (02/2026)

Vier Wochen in Norwegen mit Erasmus+

Lucia und Rebecca aus der Klasse 11c waren in Bekkestua nahe Oslo

Am 28. Februar ging es für uns aus dem bereits frühlingshaft warmen Deutschland ins kalte, schneebedeckte Norwegen. In einem Vorort von Oslo wurden wir von unseren Gastfamilien herzlich empfangen.

Auch in der Schule hießen uns die Schüler*innen und Lehrkräfte offen und freundlich willkommen und bezogen uns direkt in den Unterricht ein. Schon zu Beginn fiel uns das positive und entspannte Verhältnis zwischen Jugendlichen und Lehrkräften auf. Alle sprechen sich mit Vornamen an, und der Umgang miteinander ist freundlich und ungezwungen. Wir hatten den Eindruck, dass es in der Schule nicht nur um die Leistungen des Einzelnen geht, sondern dass Engagement und Gemeinschaft eine große Rolle spielen. So gab es jeden Freitag Kuchen, außerdem fanden Fußballturniere und ein Spendenlauf statt. Diese Atmosphäre gefiel uns sehr gut.

Auch die große Begeisterung für Sport fiel uns sofort auf. Besonders Langlaufen ist sehr beliebt – selbst im Stadtzentrum sahen wir Menschen mit entsprechender Ausrüstung. Diesen wichtigen Teil der norwegischen Kultur wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also standen wir beide zum ersten Mal auf Langlaufskiern – und lagen ebenso schnell wieder im Schnee. Für einen mehrstündigen Ausflug zu einer Hütte reichte es am Ende aber doch (Bild 1).

Eines unserer Highlights war ein Wochenende im bekannten Skiort Geilo (gesprochen „Jeilu“), etwa vier Stunden nördlich von Oslo. Mit Jacuzzi, Sauna, Langlauf, gutem Essen und netter Gesellschaft fehlte es uns dort an nichts. Besonders beeindruckt haben uns die Berge, die sich deutlich von den Alpen unterscheiden.

Auch in unserer Freizeit zog es uns oft in die Sauna – danach ging es zur Abkühlung in den Oslofjord. Dort liegt auch die kleine, aber malerische Insel Hovedøya, auf der wir einen schönen Nachmittag verbrachten und eine alte Klosterruine besichtigten. Außerdem besuchten wir die größte öffentliche Bibliothek des Landes, die uns mit ihrer großen Auswahl, auch an deutschen Büchern, begeisterte. Im Munch-Museum, im Nationalmuseum, bei einem Ballett im Opernhaus sowie in verschiedenen Parks (Bild 2) konnten wir die norwegische Kultur näher kennenlernen.

Natürlich probierten wir auch typisch norwegisches Essen. Neben norwegischen Tacos, Pfannkuchen mit Tomatensuppe und braunem Käse begeisterte uns vor allem das Gebäck.

Auf unserer Reise haben wir viel gelernt, sind über uns hinausgewachsen und haben unsere Komfortzone verlassen. Für die unvergesslichen Erinnerungen und die Menschen, die wir kennenlernen durften, werden wir immer dankbar sein.