Mit Erasmus im finnischen Winter

Klara aus der Klasse 11b war im Februar 2026 in Haapajärvi

Drei Wochen Aufenthalt in Finnland liegen hinter mir – drei Wochen voller Eindrücke, neuer Freundschaften, Temperaturen bis zu -30 Grad, Schnee, Eis und den verzweifelten Versuchen, einige Worte Finnisch zu lernen.

Während ich meine erste Woche gemeinsam mit der deutschen und belgischen Gruppe verbrachte, bekam ich in den beiden darauffolgenden Wochen, die ich alleine dort verbringen durfte, einen noch intensiveren Einblick in der (Schul-)Alltag.  Besonders positiv überrascht hat mich der sehr freundschaftliche Umgang zwischen Lehrern und Schülern und die entspannte Atmosphäre innerhalb der Schule, die wahrscheinlich auf die geringe Schülerzahl zurückzuführen ist. Viele Schüler bleiben auch nach Unterrichtsende noch in der Schule, um Dinge zu planen, Zeit mit Freunden zu verbringen oder zu lernen.

Entgegen den Stereotypen, die Finnen seien wortkarg und distanziert, wurde ich sehr warm aufgenommen und in verschiedene Schultraditionen eingeführt. So durfte ich zum Beispiel beim Bemalen von Leintüchern helfen, die die Abiturienten an Trucks hängen, mit denen sie an ihrem letzten regulären Schultag, verkleidet durch die Stadt fahren und Süßigkeiten verteilen. Außerdem konnte ich den Ball des zweiten Jahrgangs miterleben. Sehr schön waren auch die verschiedenen Aktivitäten wie Eisbaden, Langlaufen, Eislaufen und das Besuchen eines Eisschnitzwettbewerbes, bei dem aus Eisblöcken verschiedene Tiere geschnitzt werden.

Eine Sache, die mich während meines gesamten Aufenthaltes begleitet hat, sind die Mumins – trollähnliche Wesen, die in Finnland wohl ausnahmslos jeder kennt. Egal ob auf T-Shirts, Teesäckchen, Postkarten, Teigkarten oder in einem eigenen Regal für Mumin Tassen in der Küche – auf allen möglichen Dingen sind die Mumins zu finden.

Klara, Klasse 11b